Freitag, 11. Oktober

Die heutige – je nach Wetter für dieses Jahr letzte öffentliche – Klimameditation war für mich geprägt von innerer Ruhe und Klarheit, die Außengeräusche der Umgebungswelt waren unwesentlich. So viele Worte und Gegenworte, so viel Aktionismus und Widerstand.

„Heilsam ist nur, wenn im Spiegel der Menschenseele sich bildet die ganze Gemeinschaft und in der Gemeinschaft lebet der Einzelseele Kraft.“ (R. Steiner)

Heilsam ist für mich die Heilung der dreifachen ökologischen, sozialen und spirituellen Trennung. Jedes Alltagsgespräch kann dort hinführen oder davon wegführen. Es ist unsere Wahl, wie und was wir kommunizieren wollen. In der Meditation werden dem ruhigen und klaren Geist die Trennungsdynamiken bewusst, aber es ist ein anderer, mutiger Schritt, sie auch miteinander zu kommunizieren.

Als Initialzündung soll der Workshop „Liberating Sustainability – Die nachhaltige Befreiung von Verzicht und Verzicht“ am 22. und 23. November im Social Impact Lab dienen und wirken.

Infos unter: http://www.innerclimate.org

Freitag, 20. September: Globaler Klimastreiktag

wir unterstützen auch an diesem Freitag den weltweiten Klimastreiktag durch Meditating for Climate in dem nördlichen Teil der Taunusanlage bei der Alten Oper, auf dem kleinen Hügel südwestlich vom Marshall-Brunnen. Dort werden wir ab 12:45 Uhr in Stille sitzen und meditieren, während nebenan die Kundgebungen stattfinden.

Leider hat sich noch keine feste Gruppe von Meditierenden gefunden, der Anfangsimpuls vom 15. März ist verpufft. Vielleicht ist das Format zu unpersönlich und unverbindlich, vielleicht ist die Aufgabe zu komplex und zu abstrakt, um schnelle Wirkungen und Erfolge zu sehen. Das ist einfacher bei Demonstrationen und Diskussionen, jedoch haben diese meines Erachtens keine nachhaltige Tiefenwirkung, da sie zwar Druck auf das gegenwärtige System ausüben, aber keine heilsame Bewusstseinsveränderung bei sich selbst und unseren Mitmenschen bewirken.

Druck bewirkt Gegendruck, das ist im mechanischen Denken und Handeln so. Dies zu überwinden hin zu einem nachhaltigen systemischen Bewusstsein, ist ein komplexer Veränderungsprozess, der zunächst im Innen stattfindet und äußerlich nicht wahrnehmbar ist. Zwischen Information im Außen und Transformation im Innen liegt der ganze Mind-Behaviour-Gap, den es für Nachhaltigkeit zu überwinden gilt.



Freitag, 13. September: Transformation der IAA

Ich finde es nicht leicht, Verständnis, Vergebung und Mitgefühl für die IAA-Carbonisten zu empfinden, da es so schnell geht, sie zu verurteilen und sie ihr Leiden oft hinter einer pompösen PS-Fassade verstecken, um zu beeindrucken und über ihr Leiden hinwegzutäuschen. Es braucht also eine Sicht hinter den Schein, ohne auf ihn zu reagieren, um den Menschen in Not dahinter zu sehen, der mit dem gegenwärtigen einschneidenden Veränderungsprozess überfordert ist. Aus dieser Überforderung wird das Klammern und Festhalten als Widerstand gegen die Veränderung nachvollziehbar.

Überforderung kenne ich aus meinem Alltag gut, von mir selbst und meinen Mitmenschen. Manchmal ist es die Arbeit, manchmal sind es die Kinder, manchmal ist es die Beziehung, manchmal die Familie, manchmal die Gesellschaft, manchmal die Politik, manchmal der Klimawandel, manchmal der Stress im Straßenverkehr, manchmal das Schlangestehen beim Einkaufen, manchmal der fremde Nachbar im Aufzug, manchmal eine Mischung aus allem. Unser Alltag besteht aus ständiger Überforderung bei eintretenden Veränderungen. Das macht Angst, weil wir dafür keinen konstruktiven Umgang miteinander haben, und betrifft uns alle.

Überforderung verbindet uns, wenn wir dazu offen und ehrlich stehen, den Menschen sehen und uns nicht von der Sache ablenken lassen. Der überforderte Mensch braucht tatsächlich Unterstützung, Hilfe beim Aufbau eines echten Selbstvertrauens, gut genug zu sein, um die Veränderung bewältigen zu können. Doch er hat nicht gelernt dazu zu stehen und darum zu bitten. Deshalb das ganze Festhalten, Ignorieren, Abwehren, Verhindern,Leugnen und pompöse Getöse. Mit Hilfe des empathischen Bewusstseins dieser Überforderung fällt es mir nun leichter, Verständnis und Mitgefühl für den leidenden Menschen dahinter aufzubringen.

Freitag, 30. August

Friedlich, sonnig und warm war es. Meditieren in der Öffentlichkeit wird für mich zum Alltag, der Geist unterscheidet sich immer weniger von einer Meditation im Privaten. Die Passanten scheinen auch kaum bis nicht auf das Bild der Meditierenden zu reagieren, aber im Unbewussten tut sich sicherlich etwas, das dies registriert. Mal schauen, wann und wie es Wirkungen entfaltet 🙂

Die nächste Meditation ist am Freitag, den 13. September, ein Tag nachdem die IAA in Frankfurt beginnt. Der Wahn ist jetzt schon auf meinem Arbeitsweg an der Festhalle vorbei spürbar. An diesem Freitag werden wir daher zunächst in Stille sitzen und meditieren. Im zweiten und angeleiteten Teil der Meditation gemeinsam die Energie und das Bewusstsein der IAA durch Mitgefühl und Vergebung transformieren.

Freitag, 16. August

Wieder mit Martin (Do Goodha) aus Marburg 🙂

Im nun 14-tägigen Rhythmus wird es am Freitag, den 30. August, weitergehen.

Freitag, 2. August: Spielfrei!

Die Taunusanlage ist heute belegt durch ein Spielevent, nächste Woche bin ich im Retreat. Die nächste Meditation ist daher wieder am Freitag, den 16. August.

Freitag, 19. Juli: Back in Frankfurt

Nach zwei Wochen Pause bzw Urlaub im Allgäu wieder zurück in Frankfurt. Es fühlt sich wie ein Wechsel vom Auenland nach Mordor an: Die Aggressivität im Straßenverkehr, der Stress, das Gehetzt- und Getriebensein. Super busy, super wichtig, super entfremdet von sich selbst und einander. Heute gilt es, die beiden Welten wieder zusammen zu bringen und innerlich zu vereinen, denn sie sind miteinander verbunden.

Freitag, 28. Juni

Bei wieder etwas angenehmeren Temperaturen gibt es vor meinem zweiwöchigen Sommerurlaub und gleichzeitigem Ferienbeginn wieder um 12:15 Uhr eine Meditation for Climate in der Taunusanlage.

Noch ein Nachtrag zu letzter Woche: am Pulvermaar in der Vulkaneifel fand die spontan abgehaltene Meditation statt. An solch schönen Orten der Natur öffentlich zu meditieren wird hoffentlich bald so natürlich wie im Stadtbild.

Freitag, 21. Juni: Auszeit

Morgen wird es keine Meditation in Frankfurt geben. Ich bin im Kurzurlaub und werde spontan in der Eifel oder an der Mosel eine Meditation for Climate einlegen.